Ex-Lebensgefährte terrorisiert meine Mutter | Zwischenmenschliches | Forum

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Ex-Lebensgefährte terrorisiert meine Mutter
10/02/2012
21:39
strontium
Jungspund
Forum Posts: 1
Member Since:
08/02/2012
Offline

Hey Leute,

ziemliches Problem hier gerade… Hoffe, dass ich es relativ kurz halten, die Situation aber dennoch in ausreichendem Maße schildern kann.

Das Problem ist folgend, dass der Ex-Lebensgefährte meiner Mutter momentan ziemlich auf Krawall aus ist. Doch fangen wir am Besten von vorne an.

Meine Mutter und er kennen sich jetzt schon ne ganze Zeit (weiß nicht, wie viele Jahre) und sie ist vor etwa zwei Jahren zu ihm gezogen. Ich habe, bis zum Schluss, auch im gleichen Haus, in der Wohnung direkt darunter gewohnt. Zunächst mit meiner Ex-Freundin, zum Ende hin dann alleine. Im Hinterkopf hatte meine Mutter bei der Beziehung aber immer, dass er ein Alkoholproblem hat, welches er jedoch gut im Griff zu haben schien – bis zur Weihnachtszeit letztes Jahr. Am Heiligabend war er extrem betrunken und hat einfach die ganze Stimmung versaut an dem Tag. Infolgedessen war er immer häufiger an- oder betrunken, wenn er von der Arbeit nach Hause kam. Darauf angesprochen, gab er als Antwort, dass es ja gar nicht anders zu kompensieren wäre, weil meine Mutter immer so "hässlich" zu ihm wäre. Da kann ich ihm auch nicht ganz widersprechen… In schwierigen Situationen wird meine Mutter gerne mal ungerecht und unsachlich. Habe ihr dann gesagt, dass es so nicht funktioniert und sie sich entscheiden muss, ob sie damit klarkommt und ihn mit seinem Problem unterstützt – so weit es eben in ihrer Macht steht – oder ob sie sich von ihm trennt. Das ging dann eine ganze Weile so weiter, bis ich es eines Abends oben scheppern und schreien höre. Bin sofort hochgerannt und dort stand sie dann zitternd und wollte, dass ich sofort Koffer und Umzugskartons hole, weil sie hier sofort auszieht. Als ich dann mit dem ganzen Material ankam, stand sie aber nur dabei und half mir nicht, ihre Kleider einzupacken. Grund dafür war wohl, dass er damit drohte, das komplette Schlafzimmer aus dem Fenster auf die Straße zu werfen, die Wohnung klein zu holzen und bei ihr auf der Arbeit aufzulaufen. Damit bekam er sie dann klein und außer den Kartons, die ich gepackt habe, passierte des Abends nichts mehr. Warum sie so geschrien hat, weiß ich schon gar nicht mehr. Was hängen blieb ist, dass er ziemlich betrunken war und sie ihm daraufhin eine Ohrfeige verpasst hat – über diese Therapiemethode lässt sich natürlich streiten. So ging es dann erstmal eine Zeit lang weiter, weil die Situation sich wohl wieder etwas gebessert hatte. Eines Tages im Training bekam ich aber einen Anruf, ich solle später zu meinem Vater kommen, weil der andere total am Durchdrehen war.

Kleiner Einschub hier: Meine Eltern sind noch verheiratet, aber führen keine Beziehung mehr. Mein Vater hat keine Lebensgefährtin und hatte eigentlich immer gehofft, dass meine Mutter zu ihm zurückkommt, aber die Beziehung war schon vor der neuen Beziehung meiner Mutter vorbei. Aktuell wohnt meine Mutter jetzt zum Teil wieder bei meinem Vater, wo ich am Wochenende auch bin. Unter der Woche bin ich an meinem Studienort.

Zurück zum Eigentlichen. Nach der letzten Aktion war meiner Mutter dann klar, dass es so nicht mehr geht und sie beschloss auszuziehen. Meine Großtante sagte dabei ihre Hilfe zu, durfte aber nicht in die Wohnung der Beiden, weil der LG (Lebensgefährte) es nicht zuließ. Ich kam wenig später hinzu und hörte schon, wie jemand am Herumschreien ist. Bin sofort nach oben und mit einem Mal war Ruhe. Nicht, dass er aufhörte allen ein schlechtes Gewissen zu machen oder zu stänkern, aber die Lautstärke war um einiges humaner. Haben die Wohnung dann so weit leergeräumt und meine Mutter vorübergehend zu meinem Vater umgezogen. Nein, es gab keine andere Möglichkeit auf die Schnelle. Zur Zeit ist meine Mutter aber wieder täglich bei ihm, weil sie die Beziehung nicht einfach so wegwerfen wollte, da er nachweislich ja auch seine guten Seiten hat – nur kommen die nicht mehr zum Vorschein. Der andere Grund, warum sie immer noch bei ihm aufläuft, ist, dass sie Angst hat. Angst ihren Job zu verlieren, Angst, dass er bei meinem Vater aufläuft, Angst um ihr Leben. Gestern erzählte sie mir, sie habe Angst, dass er sie umbringen könne. Ich weiß nicht, wie viel ich davon glauben kann. Er ruft sie ständig auf dem Handy an und erzählt ihr, dass er hier herkommen würde und die Tür eintreten. Angeblich wolle er zwei Nachbarn eine abräumen, weil der eine ihm etwas nicht verkauft hat, sondern einem anderen Interessenten und der andere in irgendeiner Form ungerecht zu ihm war. Des Weiteren habe er, angeblich, das ehemals gemeinsame Schlafzimmer zerlegt, die Türen eingetreten und die Fenster eingeschlagen. Was davon jetzt stimmt, weiß ich nicht, ich habe es nicht gesehen. Ich bin alarmiert, glaube aber, dass Vieles auch einfach leere Worte sind um sie zu schikanieren und wieder zu sich zurück zu holen. Jedoch bin ich mir nicht sicher, ob es nicht doch so ist – er ist ein ziemlicher Choleriker. Mir geht die ganze Sache inzwischen ziemlich auf den Zeiger und ich will einfach meine Ruhe haben. Im Juli schreibe ich sieben Klausuren und zum jetzigen Zeitpunkt würde ich durch alle mit Karacho durchfallen. Das mag auch an meiner momentanen Faulheit und schlechten Vorbereitung liegen, hängt aber auch mit der von mir geschilderten Situation zusammen.

Wie schätzt ihr das ein? Wie kann ich meiner Mutter helfen? An wen kann ich mich wenden?

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und noch einen schönen Tag

strontium

12/02/2012
19:16
Jim.B
Grünschnabel
Forum Posts: 11
Member Since:
07/02/2012
Offline

Hallo Strontium
Hatte die bisherige Sache schon negativen Einfluss auf die Arbeitsleistung deiner Mutter? Wenn ja, würde ich ihr raten, die Flucht nach vorne anzutreten, mit dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin zu reden; Sagen, dass sie die privaten Angelegenheiten möglichst von der Arbeit trennen möchte, gute Arbeit leisten will, ihr momentaner Partner, wenn man das überhaupt noch so nennen kann, ihr droht, auf der Arbeit aufzulaufen. Sie wäre sehr froh um die Arbeit und hoffe, dass er/sie als Chef/Chefin dem Partner die Meinung sage.
Damit hätte er mindestens schon das nicht mehr als Druckmittel.

Wie sähe es mit einer professionellen Beratung aus?

Andererseits frage ich mich, inwieweit deine Mutter diesen Kreislauf selbst am Leben erhält.

Ist alles auch keine Hilfe, sind einfach nur so Gedanken.

Ich mache keinen Unterschied bei der Herkunft, ich unterscheide nur zwischen guten Menschen und schlechten Menschen. In so fern: Idioten gibts in jedem Land.. Auch in meinem!
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