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Kim Schmitz/Dotcom erklärt sich für unschuldig
22/02/2012
18:33
Lexi
Erfahrener
Forum Posts: 45
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02/02/2012
Offline

Megaupload-Gründer Kim Dotcom wird der Internetpiraterie und Geldwäsche beschuldigt. Vor einem Gericht in Neuseeland erklärt sich der verhaftete Deutsche für nicht schuldig. Dennoch muss er in Haft bleiben.

Auckland – Der inhaftierte Kim Dotcom, alias Kim Schmitz, weist jede Schuld von sich. Der Gründer der Internettauschbörse Megaupload beantragte am Montag im neuseeländischen Auckland daher eine Freilassung auf Kaution. Die Staatsanwaltschaft hält jedoch die Fluchtgefahr für sehr hoch, da Dotcom Zugang zu viel Geld, Transportmöglichkeiten sowie mehreren Identitäten habe und außerdem schon mehrfach vor der Justiz geflohen sei.

Sein Verteidiger Paul Davidson argumentierte, dass sein Reisepass beschlagnahmt und seine Finanzen eingefroren seien und Dotcom dauerhaft in Neuseeland bleiben wolle.

Kim Dotcom wird der Internetpiraterie und Geldwäsche beschuldigt. Das von ihm gegründete und inzwischen geschlossene Internetunternehmen Megaupload war einer der weltgrößten Umschlagplätze für Raubkopien, der Film- und Musikstudios um eine halbe Milliarde Dollar Einnahmen gebracht haben soll.

Dotcom war zusammen mit drei weiteren Managern von Megaupload am Freitag in Auckland verhaftet worden – vor seinem Geburtstag, weil die Ermittler wussten, dass ebenfalls gesuchte Geschäftspartner von Dotcom zu seiner Geburtstagsparty angereist waren. Die Behörde wirft auch ihnen unter anderem Verstöße gegen Gesetze zum Schutz von Urheberrechten, Geldwäsche und organisiertes Verbrechen vor. Die Strafen darauf sind hart: Allein auf Letzteres stehen 20 Jahre Haft.

Um einer Verurteilung möglichst zu entgehen, hat Kim Dotcom prominente Hilfe verpflichtet: Am Freitag hatte der prominente US-Anwalt Robert Bennett erklärt, Dotcoms Verteidigung zu übernehmen. Bennett verteidigte unter anderem Bill Clinton und den Pleite-Konzern Enron.

Die Polizei in Neuseeland beschlagnahmte Gegenstände im Wert von mehreren Millionen Dollar, Luxusautos wie etwa einen Rolls-Royce sowie umgerechnet acht Millionen Dollar von den Beschuldigten. Laut Anklageschrift soll Megaupload mit dem Weiterverteilen von geschützten Filmen, Musiktiteln und Software-Angeboten über 175 Millionen Dollar eingenommen haben. Der gebürtige Kieler Dotcom mischte seit Mitte der neunziger Jahre in der deutschen Internetszene mit und ist für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannt.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0…810699,00.html

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